Vier Beispiele aus dem CAB-Leitfaden zu Virtuelle Realität für KMU

Erfahrungsberichte und Handlungsempfehlungen werden im Rahmen des CAB-Leitfadens veröffentlicht.

VR-SHOWROOM FÜR PRODUKTPRÄSENTATIONEN

dormakaba ist ein Schweizer Unternehmen mit Niederlassung in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt smarte und sichere Zutritts- und Sicherheitslösungen für Gebäude und Räume wie Büros, Flughäfen, Hotels und für zu Hause – vom mechanischen Schließzylinder bis zur Komplettlösung. Die Stuttgarter Digitalagentur für Virtual Reality und interaktive Markenerlebnisse, SOLID WHITE, hat für die Schweizer ein virtuelles und interaktives Designcenter entwickelt, das dormakaba weltweit zugängliche VR-Multiuser-Events ermöglicht. Dazu gehören virtuelle Produkteinführungen, Produktpräsentationen und Showrooms, Meetings und Informationsmöglichkeiten. Neben der Interaktion mit den virtuellen Produkten steht auch eine Kommunikation über Voice-Chat und Text-Chat zur Verfügung.

AR IM VERTRIEBSUND KONSTRUKTIONSPROZESS

In diesem Beispiel geht es um zwei Firmen aus Donaueschingen: Das Technologieunternehmen tepcon, Spezialist für Internet of Things und Lösungen für AR und VR, hat für den Maschinenbauer AP&S International, der Nassprozessanlagen für die Halbleiterbranche herstellt, einen sogenannten Augmented Presenter entwickelt. Über das Tool lassen sich Maschinenmodelle in eine 3D-Brille für unterschiedliche Zwecke laden. Im Konstruktionsprozess wird mit Hilfe des Tools der Entwicklungsstand mittels 3D-Modell mit Kunden besprochen, Komponenten und Systeme erklärt und Designanpassungen abgestimmt. Im Vertriebs- und Fabrikplanungsprozess wird der Augmented-Presenter zu Präsentations- und Beratungszwecken eingesetzt. Für die Anwendung der AR-Technologie in den Bereichen Maschinenwartung, -reparatur, Montage und Serviceschulungen hat tepcon das Produkt Augmented Instructor entwickelt.

//Foto: tepcon

VR-KOLLABORATION IN DER PRODUKTENTWICKLUNG UND IM ANLAGENBAU

Die von vr-on entwickelte VR-Kollaborationsplattform STAGE wird für interaktive Abstimmungs-Meetings genutzt, die sowohl intern als auch mit Kunden durchgeführt werden können. Anwender hierfür sind beispielsweise die A+F Automation + Fördertechnik GmbH mit Sitz in Kirchlengern und der Anlagenbauer AMPROMA GmbH aus Herrsching. Beide Firmen nutzen STAGE für verschiedene Anwendungen. Zum einen kann STAGE bei der Abstimmung von Produktdesigns im virtuellen Raum genutzt werden, um somit gemeinsam Entscheidungen zu treffen und just in time zu dokumentieren. Dadurch werden iterative Prozesse vereinfacht und beschleunigt. Zum anderen wird STAGE auch für die Planung von Produktionshallen und komplexen Fertigungslinien verwendet, indem vorhandene CAD-Konstruktionsdaten übertragen und aufbereitet werden. Der Kunde kann so Maschinen virtuell betrachten und sie in seine Produktionshalle projizieren, um den idealen Standort etwa für Produktionsabläufe und Platzverhältnisse zu finden. Etwaige Fragen oder Änderungswünsche können sofort diskutiert werden. Materialflüsse können verglichen, Engpässe und Kollisionspnkte frühzeitig erkannt und Konstruktionsdetails geklärt werden. Änderungswünsche und Entscheidungen, die getroffen werden, können direkt in der VR-Session am Objekt festgehalten werden.

Virtuelle Fabrikplanung ermöglicht ein verbessertes Verständnis in der Projektierungsphase und unterstützt eine schnellere Entscheidungsfindung. //Foto: vr-on GmbH

HOLODECKS FÜR VIRTUELLE SITZUNGEN

Das Holodeck Control Center (HCC) des Stuttgarter Unternehmens Lightshape ist ein benutzerfreundliches Kollaborationssystem, welches den Nutzern erlaubt, virtuelle Sitzungen abzuhalten. Diese Räume (Holodecks) können mehrere Tausend Quadratmeter mit einer Vielzahl von Nutzern umfassen und ortsübergreifend miteinander vernetzt werden. Die Software HCC unterstützt unterschiedliche Hardware-Systeme, von kostengünstiger Consumer-Hardware bis hin zum High-End, wie Hochleistungstrackingsystemen und hochauflösende Head Mounted Displays. Das HCC liefert eine Reihe von Interaktionen mit, die es Benutzern ermöglichen, ihre eigenen 3D-Modelle und -Szenen ohne Programmierkenntnisse validieren zu können. Die Einsatzfelder des HCCs reichen von Design Reviews über Schulungen bis hin zur Unterstützung bei der Fernwartung.

//Foto: lightshape

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Weitere Informationen über das Projekt Cyber Access Baden-Württemberg sowie Kontaktdaten der Ansprechpartner finden Sie unter: www.x-cluster-i40.de/