Schnelle Montage und weniger Ausschuss

Elabo vernetzt seine eigene Wertschöpfungskette, von der Forschung und Entwicklung über die Montage bis hin zum Service. „Eine Abteilung ist fast komplett umgestellt, die anderen folgen nach und nach“, sagt Marketingleiter Sven Feigl. In dieser Abteilung werden Elektroprüfgeräte gefertigt. Elabo stattet Industrie-Unternehmen mit intelligenten Arbeitsplätzen aus, die inzwischen im Zuge der Industrie 4.0-Aktivitäten untereinander vernetzt sind.

Neben der Herstellung von Mess- und Prüfgeräten, mit denen beispielsweise Spannungen an Lichtmaschinen für die Automobilindustrie gemessen werden, fertigt Elabo vollautomatisierte Fertigungs- und Prüflinien, etwa für Hersteller von Haushaltsgeräten. Das Unternehmen ist eine Tochter des Technologiekonzerns euromicron, hat seinen Sitz in Crailsheim und dort rund 150 Mitarbeiter. Kern der Vernetzung ist eine Software, die auf allen Rechnern im Unternehmen läuft. In der Anwendung sind Montage- und Prüfanweisungen für jeden einzelnen Arbeitsschritt hinterlegt.

Diese können in Form von Text und Bild oder mittels Erklär-Video vom Werker an dessen Bildschirm am Arbeitsplatz aufgerufen werden. „Das macht es für die Monteure einfacher, komplizierte Arbeitsschritte vorgabegerecht auszuführen.“ Die Arbeitspläne sind auch in der Entwicklung und im Service hinterlegt, wodurch Konstruktionsänderungen rasch umgesetzt werden können und auch die Service-Mitarbeiter weltweit immer auf dem aktuellen Stand sind. „Durch die Vernetzung läuft die Produktion effizienter, die Qualität der produzierten Geräte steigt, bei geringerem Ausschuss.“ Auch Angelernte werden so in die Lage versetzt, vorgabe- und qualitätsgerecht Kleinserien mit hoher Variantenvielfalt zu produzieren. Die Herausforderung bei der Einführung der Vernetzungslösung bestand vor allem darin, die betroffenen Mitarbeiter mitzunehmen“, denn „Neues macht immer Angst.“ Diese hat Elabo seinen Beschäftigten durch Schulungen und Aufzeigen der Vorteile für den Mitarbeiter genommen.