Innovation Learning Journey – Innvationen in KMU effektiv und effizient angehen

Einen geschützten Rahmen bietet die Innovation Learning Journey vor allem jenen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die Innovationsprozesse im laufenden Betrieb angehen und etablieren möchten. Im Zentrum des Formats steht dabei die Herausforderung, alle Mit arbeitenden mit ihren Ideen, Kompetenzen und Erfahrungen an der richtigen Stelle in den Prozess einzubinden. Einen ersten erfolgreichen Versuch startete die bwcon Innovation Academy gemeinsam mit einem Hidden-Champion aus Baden-Württemberg. Das Konzept wurde im Rahmen des INTERREG-Projekts DesAlps entwickelt und pilotiert.

//Foto: bwcon Innovations

Bewerbung und Auswahl

Gehen Sie mit uns auf Innovationsreise! So titelte der Aufruf der bwcon Innovation Academy, unter dem sich im Frühjahr KMU aus Baden-Württemberg für die Teilnahme an der Innovation Learning Journey bewerben konnten. Kriterien für die Auswahl waren etwa die Motivation der Teilnehmenden und die Offenheit dafür, neue Methoden und Arbeitsweisen zu erproben. Auch Aspekte wie Kommunikation und Vertrauen waren feste Bestandteile der Gespräche. Denn: Die gewählte Form der Zusammenarbeit war auch für die Academy ein Experiment. Unter allen Bewerbungen setzte sich ein Ausstatter für Handelsunternehmen aus dem Raum Freiburg durch.

Check-in

Zum Auftakt der Journey traf sich das Kernteam aus Academy und KMU, um Leitplanken und Ziele für die sechsmonatige Zusammenarbeit zu entwickeln. Ausgehend vom Status quo wurden aktuelle Herausforderungen und Handlungsfelder erfasst. So fehlte es dem Unternehmen nicht nur an klaren Abläufen im internen Umgang mit Innovationen, sondern auch an der notwendigen Sichtbarkeit für bereits realisierte disruptive Ideen. Ein zentrales Anliegen bestand daher darin, das Potential der Mitarbeitenden künftig noch besser im Sinne einer permanenten Verbesserung der Gesamtorganisation zu bündeln und zielgerichtet einzusetzen.

Innovation Learning Journey im Unternehmen

In den darauf folgenden Wochen wurden die identifi zierten Pain Points weiter konkretisiert und ein Soll-Prozess für Innovationen defi niert. Dieser ordnet nun alle am Innovationsprozess Beteiligten eindeutig zu und veranschaulicht Verantwortungsbereiche und Tätigkeiten. Der gesamte Prozess folgt dabei der End-to-End-Logik und bildet ein internes Vorhaben von der ersten Idee bis zur langfristigen Implementierung vollständig ab. Das Vorgehen soll im nächsten Schritt an einem konkreten Beispiel getestet werden.

Zwischenstopps und Check-out

Von Anfang bis Ende gestaltete sich die Journey als kollaborativer Prozess mit klar verteilten Rollen. Mithilfe von Retrospektiven wurden Erfahrungen geteilt und – wo nötig – zur Kurskorrektur genutzt. Persönliche und kollektive Erkenntnisse wurden final diskutiert:

  • Keine Reise verläuft ohne Zwischenfälle. So wartete auch die Innovation Learning Journey mit Staus und Unebenheiten auf, die uns zum Nachjustieren zwangen. In einer Welt, die von Wandel geprägt ist, wäre es utopisch anzunehmen, dass Transformationsprozesse ohne Widerstände verlaufen. Hier braucht es intelligente Flexibilität.
  • Wo Menschen sind, da menschelt es. Das ist wenig überraschend und auch uns ist der Gegenwind ins Gesicht gepeitscht. Es braucht Empathie, um entstehende Stimmungen im Prozess aufzufangen, Widerstände wahrzunehmen, die Ursache zu erforschen und den Austausch zu suchen. Und: Mehr Transparenz in der Kommunikation sorgt für mehr Vertrauen der Mitarbeiter in den Prozess.
  • „Man muss reisen, um zu lernen“, das wusste schon Marc Twain. Nicht selten werden dabei Planbarkeit und Sicherheit hinten angestellt und völlig neue Wege eingeschlagen. Wichtig ist hier ein Reisepartner, der neue Perspektiven mit einbringt und bei Entscheidungen unterstützt. Gerade in internen Veränderungsprozessen kann es hilfreich sein, wenn dieser Partner von außen kommt.

Titelbild: unsplash, Daria Nepriakhina