Industrie 4.0 in der Praxis

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister- Kraut hat im November die Preisträger der vierten und fünften Runde des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Dabei wurden Betriebe prämiert, die Industrie 4.0 bereits erfolgreich im Unternehmensalltag umgesetzt haben.

Mit dem Wettbewerb sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0. „Die vierte Auszeichnungsrunde des Wettbewerbs zeigt: Industrie 4.0 ist nicht mehr nur ein abstraktes Konzept. Große ebenso wie viele kleine und mittlere Unternehmen haben Lösungen und Projekte umgesetzt, die bereits ‚anfassbar‘ sind und die den Nutzern einen echten Mehrwert bringen. Die Innovationskraft unserer Wirtschaft macht das Land zum Leitanbieter für Industrie 4.0.“, sagt Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut. „Die vernetzte Produktion der Zukunft soll von mittelständischen Unternehmen als reale Chance wahrgenommen werden. Mit dem Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg” können wir anhand vieler positiver Erfahrungen noch bestehende Vorbehalte bei Entscheidern in Unternehmen entkräften“, so die Ministerin.

Die prämierten Projekte reichen von neuen Produkten, Komponenten, Maschinen und Anlagen über Software- und Vernetzungslösungen bis hin zu neuen Angeboten für eine sehr praxisorientierte Qualifizierung, die dazu beitragen, die Beschäftigten fit für die Anforderungen der Industrie 4.0 zu machen. Die Projekte decken eine große Bandbreite von Branchen und Technologien ab, vom klassischen Maschinenbau über die Logistik bis zu Medizintechnik und Energiemanagement. Das Spektrum dieser Projekte zeigt, dass Industrie 4.0 nicht nur spezielle Branchen wie Maschinenbau oder Automobilindustrie, sondern die gesamte industrielle Wertschöpfung betrifft.

In erster Linie richtet sich der Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ an Unternehmen als Ausrüster und Anwender innovativer Lösungen. Dabei sind besonders kleine und mittelständische Unternehmen im Land zur Einreichung ihrer Ideen aufgerufen: Dies geht über die Internetseite www.i40-bw.de. Der Stichtag für die Einreichung zu einer Bewerbungsrunde ist jeweils der letzte Tag in einem Quartal. Als ersten Schritt muss man zunächst nur einen Fragebogen ausfüllen und diesen direkt auf der Internetseite oder per E-Mail abschicken sowie für Rückfragen zur Verfügung stehen. Eine Jury bestehend aus Experten der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ entscheidet dann über die Bewertung und Auswahl für die „100 Orte“.

Auf der Karte auf der rechten Seite sind die Standorte der bisherigen Preisträger eingetragen. Da es sich in dieser Ausgabe von #6789 schwerpunktmäßig alles um Industrie 4.0 dreht, haben wir vier der bereits ausgezeichneten Unternehmen herausgepickt, die wir Ihnen im Magazin näher vorstellen möchten.


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