100 Tage kreativ

Am Demo Day der Universität Tübingen sitzen Ideen mit Investoren, der Industrie und der Wissenschaft an einem Tisch. 100 Tage haben die Teilnehmer für die Entwicklung von Geschäftsmodellen für medizintechnische Produkte oder Dienstleistungen Zeit. Dann wird präsentiert.

Ein neues intelligentes Armband soll Patienten helfen, die an Epilepsie leiden: es überprüft kontinuierlich mittels optischer Sensoren Gesundheitswerte. Aufgrund hinterlegter Muster erkennt sie Anfälle, lernt dazu, weil deren Muster sich mit der Zeit ändern können und alarmiert automatisch die Kontaktperson des Patienten via App, etwa den behandelnden Arzt. Das System heißt Monikit, das Erfinderteam stellte seine Idee im Herbst 2015 beim Demo Day der MedTech Startup School Tübingen vor.

Monikit: Das Armband erkennt epileptische Anfälle.
Monikit: Das Armband erkennt epileptische Anfälle.

Am 17. Oktober präsentierten bei der diesjährigen Veranstaltung acht Teams vor Investoren, Industrievertretern, Wissenschaft und Forschung ihre Ideen. Darunter befand sich eine Smartphone-App zur Prävention von Depressionen. Sie verfolgt den Ansatz eines digitalen Tagebuchs, um Stimmungsschwankungen zu dokumentieren. Eine andere Entwicklung war eine Virtual-Reality-Brille zur Rehabilitation nach Schlaganfall. Der Demo Day fand zum zweiten Mal statt. Veranstaltet wird er von der Uni Tübingen, der Stiftung für Medizininnovation, Medical InnovationsIncubator und Bio-Regio Stern, welche die Gründer im Gesundheitswesen unterstützen.

80 Bewerbungen lagen für dieses Jahr vor. Die nächste Runde startet im März 2017. Das Anmeldeformular und weitere Infos gibt es bereits im Netz auf www.startupschool-tuebingen.com. Übrigens: Im Februar 2016 wurde Monikit als Unternehmen gegründet.

//Fotos: Monikit